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Freiheilen
"Es geht nicht darum, dass ich etwas Besonders mache, es geht darum, dass sich selbstbestimmt und von allein etwas tut oder regt."

Lutz Naumann
 
 
Geistiges oder Spirituelles Heilen dient der Aktivierung der Selbstheilungskräfte und ersetzt nicht die Diagnose oder Behandlung durch den Arzt oder Heilpraktiker
Was ist FreiHeilen?

FreiHeilen oder bedingungsloses Heilen ist eine Methode, die eigentlich keine ist, jedenfalls nicht im Sinne einer erlernten und ausgeübten Technik, bei der der Verstand die Führung hat. FreiHeilen ist eher ein Konzentrat, dass sich von alleine gebildet hat und bildet. Im Kern von selbst, also ein inneres Selbstbildnis, dass für mich in der Gegenwart von Selbstheilung und Selbstheilungskraft alleine stimmig und tragbar ist. Für mich ist FreiHeilen ein Kerngedanke.

Als ich mir die Frage gestellt habe, was mache ich da eigentlich, habe ich mir die Ergebnisse und Resultate der Behandlungen und Begegnungen angeschaut, weil ich mehr nicht tun konnte. Dabei ergab sich ein Muster, ein roter Faden, eine Gemeinsamkeit. Am Ende stand stets Freiheit von oder Freiheit zu. Freiheit von etwas zu lassen oder Freiheit etwas zu tun, was vorher nicht möglich war oder möglich schien. Es können auch Möglichkeiten entstehen, die vorher scheinbar nicht da waren.

"Das Leben ist nicht immer so, wie es zunächst scheint. Wir müssen das aufgeben, was wir wissen, um das entdecken zu können, was wir nicht wissen."
Zitat: Paul Ferrini / Buch: Leben in Hingabe, Seite 132

Dabei spielt die Frage, ob sie vorher schon waren, eigentlich keine Rolle, denn entscheidend ist, dass sie wahrgenommen werden, nicht von mir, sondern vom Betroffenen, vom Klienten. Was nutzt die beste Chance oder Möglichkeit, wenn sie nicht wahrgenommen wird, nicht ergriffen wird. Dabei komme nicht ich auf die Möglichkeit, sondern mein Gegenüber, eigentlich ganz ohne mein Zutun. Für mich vollkommen logisch, was bereits da ist, muss ich nicht zu tun. Mein Beitrag ist mehr ein Beistand, allein durch mein Beisein und mein vollkommenes Dasein, im Moment der Behandlung oder des Gesprächs. Ganz einfache Teilnahme.

Dabei ist die Heilung nicht garantiert, aber möglich und eher wahrscheinlich, als unwahrscheinlich, aber eben nicht garantiert. Im Grunde beschreibe ich hier ein Paradoxon. Dagegen sträubt sich der Verstand vehement, er will klare Entscheidungen. Die Kunst des FreiHeilens besteht aber darin, die engen Grenzen des Verstandes zu überwinden. Ein kurzer Moment reicht dafür aus. Damit dieser Moment kommen kann reicht es aus, ganz im Moment zu sein. Mehr tue ich nicht, aber auch nicht weniger. An den vielen Abers ist schon der Widerspruch des Verstandes zu erkennen.

Zu den Widersprüchen gehört, dass ich mich im Rahmen des Gesetzes nur Heiler nennen darf, was ich aber eigentlich nicht bin. Meine Aufgabe sehe ich nicht darin mich wichtig und unabkömmlich zu machen, sondern überflüssig, damit aus dem Überfluss heraus, der Mangel verschwinden kann. Ich weiß, dass ich überflüssig bin und ich weiß auch, dass es leicht falsch ausgelegt wird. Überträgt man den Begriff flüssig zu sein vom Geld, vom Materiellen auf das Immaterielle und Geistige, erhält der Begriff überflüssig zu sein eine ganz andere und für mich richtige Bedeutung.

So kann man FreiHeilen im Grunde so gut erklären, wie man den Geschmack einer Orange oder Geruch eines Maiglöckchens beschreiben kann. Warum ich es hier trotzdem tue ist das Bedürfnis nach vielen Worten. Eine Akademikerin, die mich sehr schätzt, schrieb mir „Andere - wie ich - brauchen so eine Art Gebrauchsanweisung, um sich dem zumindest ansatzweise nähern zu können.“ Ich hoffe, ich habe hier ein Stück davon und einen kurzen Einblick, einen Vorgeschmack in die Kunst des Freiheilens liefern können.

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Das, was ich oben beschrieben habe, stellte ich 2012 ins Netz. Ich sagte damals zu meiner Frau: „Ich weiß im Grunde nicht, was ich da genau tue. Ich kann nur sagen, dass ich dabei immer nur mein Bestes gebe.“ Es wahr vollkommen ehrlich und die Wahrheit. Doch sie erwiderte: „Ja, aber so kannst Du das den Leuten nicht sagen." So erfand ich „Freiheilen“ und finde es immer noch gut. Da mir meine erfundene Antwort jedoch selber nicht genügte, legte ich eine mehrjährige, schöpferische Pause ein und ging mit Jesus unserem großen Bruder in Klausur, um eine wirkliche befriedigende Antwort zu finden. Ich schrieb von einem „Vorgeschmack in die Kunst des Freiheilens“, aber für mich war da irgendwie auch ein unangenehmer Beigeschmack, der mir nicht gefiel. Doch auch ein Heiler ist am Ende nur ein Mensch, braucht Zeit für seine eigene Anerkennung in sich selbst. Was nutzt ihm die Anerkennung der anderen, wenn er sich innerlich davor sperrt, sich selbst an zu erkennen, weil er es einfach nicht kann. Für die anderen war ich längst fertig, aber ich war noch nicht fertig mit mir. Innerlich fix und alle, vollkommen leer, konnte ich nun endlich die Antwort erhalten, mit der ich leben und weiter heilen kann.

Wenn ich Hand auflege, verbinde ich mich mit dem anderen im Namen Jesus, bin mir seines SELBST bewusst und bitte IHN um Heilung für den anderen und mich. Ich stelle lediglich meinen Körper als Kommunikationsmittel in den Dienst der SCHÖPFUNG. Was dabei geschieht, darüber entscheidet alleine das SEIN. Das ist auch gut so, denn ES kennt seinen eigenen HEILUNGSPLAN für uns am besten und weiß, was im jeweiligen Augenblick zum Besten für uns ist. Und mir nimmt es eine Verantwortung, die ich als begrenztes menschliches Wesen niemals zu tragen in der Lage wäre.

Was anderes hatte ich vorher auch nicht gemacht. Sonst hätte sich ja nicht ereignen können, was sich immer wieder durch mein dabei sein ereignete. Was mich daran hinderte zu glauben, was mit dem anderen geschah, war ein ganz tief verborgenes und tief sitzendes Schuldgefühl, dass mit der Kreuzigung im Zusammenhang stand. Da war jede Menge Müll, den ich erst mal beseitigen musste, um an diesen Stachel in meinem Herzen heran zu kommen. Durch die Klausur konnte ich die Schuld los und den Glauben zu lassen. Schön, wenn im Alter die Liebe zur Gewissheit wird.

Das es volle 5 Jahre gebraucht hat, zu dieser Einsicht zu kommen, lag am vielen Müll, die vielen kleinen Stachel und vor allem daran, dass mein Widerstand gegen die Einsicht, dass ich es tatsächlich wert bin das zu sein was ich bin, dass ich wirklich in mir trage, was ich in mir fühle, nämliche SEINE Liebe zu uns allen und nur das zu tun, was ich dabei tun kann und vor allem gerne tun will. Nur das zu tun, von dem GOTT unserer VATER will, dass ich es tue und auch wie ich es tue, so wie es meinem SELBST entspricht. Für den anderen genauso wie für mich.

Danke, für DEINE unendliche GEDULD mit mir und die wirklich liebevolle Art DEINER Unterweisung!

 
© 2026  Lutz Naumann